Informationen für Klienten

Ergotherapie gehört zu den medizinischen Heilmitteln. Der Begriff Ergotherapie stammt aus dem Griechischen und besagt soviel wie: Gesundung durch Handeln und Arbeiten.

Die Ergotherapie hilft Menschen dabei, eine durch Krankheit, Verletzung oder Behinderung verloren gegangene oder noch nicht vorhandene Handlungsfähigkeit im Alltagsleben (wieder) zu erreichen.

Handlungsfähig im Alltagsleben zu sein bedeutet, dass ein Mensch die Aufgaben, die er sich stellt und die ihm durch sein Leben bzw. die Gesellschaft gestellt werden, für sich zufrieden stellend erfüllen kann.
Das Ziel ist größtmögliche Selbständigkeit und Unabhängigkeit im Alltags-, Schul- und Berufsleben und wird mittels verschiedener ergotherapeutischer Maßnahmen verfolgt.

Ergotherapie in der Psychiatrie bietet Menschen – die z.B. unter Suchterkrankungen, psychotischem Erleben, neurotischen oder psychosomatischen Störungen leiden – die Möglichkeit, ihre eigenen Handlungspotentiale (wieder) zu entdecken und durch die Erkrankung verloren gegangene Fähigkeiten wiederzuerlangen.


Behandelt werden Krankheitsbilder wie: 

Angststörungen
 
Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
 
Depressionen
 
Schizophrenien
 
Affektive Störungen
 
Essstörungen
 
Störungen bei Alkohol-, Drogen- und Medikamentensucht

Information über Zuzahlungen

Für das Heilmittel Ergotherapie müssen Sie, wie für andere Heilmittel auch, eine Zuzahlung leisten.
Die Gesamtsumme der jährlichen Zuzahlungen beträgt 1% bzw. 2% Ihres Gesamtjahres-Brutto-Einkommens.

1% des Gesamt-Brutto-Einkommens zahlen Patienten, die unter die so genannte “Chronikerregelung” fallen. Als chronisch krank gilt, wer sich seit mehr als einem Jahr mit der gleichen Diagnose in ärztlicher Behandlung befindet. Dies muss Ihr Facharzt attestieren, das Attest muss bei der Krankenkasse eingereicht werden.

Bis zum Erreichen der entsprechenden Summe sammeln sie bitte alle Rechnungen und Quittungen für Medikamente oder Heilmittel, die sie bezahlt haben. Bei Einreichung dieser, erhalten Sie die Befreiungskarte von Ihrer Krankenversicherung.

2% des Gesamt-Brutto-Einkommens müssen Sie an Zuzahlung leisten, wenn Sie weniger als ein Jahr aufgrund der gleichen Erkrankung in Behandlung sind, die Chronikerregelung also auf Sie nicht zutrifft.


Wie hoch ist die Zuzahlung zur ergotherapeutischen Behandlung?


Ihre Krankenkasse fordert von Ihnen eine 10%ige Zuzahlung zu Ihrer Heilbehandlung und 10 Euro Pauschale pro Rezept.

Hier ein Beispiel:

              Ihr Arzt verschreibt Ihnen:
              10 Einheiten psychisch-funktionelle-Behandlung / Gruppentherapie

Die Behandlungseinheit von 90 Minuten kostet Ihre Krankenkasse ca. 20 Euro.
Ihre Zuzahlung beträgt also ca. 2 Euro.

Zu den 20 Euro für 10 Behandlungseinheiten kommen noch die 10 Euro Rezeptgebühr.
Insgesamt beträgt Ihre Zuzahlung zu dieser Verordnung also ca. 30 Euro.

Sollten Sie dazu noch Fragen haben, rufen Sie uns ruhig an oder nehmen Sie Kontakt per E-Mail auf.